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Malteser Schöppingen

Projekt „Herausforderung“: Zu Fuß von Enschede nach Havixbeck

22.03.2017

Es sind vier Jugendliche die plötzlich in der St. Brictius Grundschule in Schöppingen stehen und die Rettungskräfte vom Malteser ansprechen. Diese sind gerade dabei alles für den Blutspendetermin aufzubauen und vorzubereiten. „Entschuldigung! Wir sind von der KOSMOS-Bildung Münsterlandschule Tilbeck aus Havixbeck und gerade von einem Schulprojekt aus unterwegs. Wir suchen eine Bleibe für die Nacht“, beginnt einer der Jugendlichen zu erklären. Sie stoßen bei den Helfern der Schöppinger Malteser auf offene Ohren. Die vier Jugendlichen und jungen Erwachsenen, alle im Alter von 15 bis 24 Jahren, nehmen an dem Projekt „Herausforderung“ ihrer Schule teil. Mit dem Zug sind sie am Dienstag von dort aus nach Enschede gefahren, wo das Projekt startete. „In 10 Tagen zu Fuß zurück in ihre Heimatstadt“ lautete das selbstgesteckte Ziel. Während ihres Fußmarsches durch Gronau, Ochtrup, Metelen und Schöppingen spielen die Jugendlichen das Spiel „Appel und ’n Ei“. Dabei erhält die Gruppe zu Beginn einen Apfel und ein Ei. Jetzt muss sie innerhalb der festgelegten Zeitspanne den Apfel und das Ei in höchstwertige Gegenstände tauschen. Die ertauschten Gegenstände werden dann wieder getauscht. So lange bis die Gruppe ihre Heimatstadt erreicht hat. „Aus zwei Gegenständen ist mittlerweile ein voller Bollerwagen geworden“, erklärt Maria Saremba, Teilnehmerin der Wandergemeinschaft.

Begleitet werden die Schüler jeweils von einem externen Betreuer. Diese sind oft FSJler, Bufdis oder ehemalige Schüler der Münsterlandschule. Im Anschluss an ihre Reise verkaufen sie die Gegenstände und spenden den Erlös an die Hilfsorganisation UNICEF.

In Schöppingen angekommen benötigte die Gruppe noch eine Übernachtungsmöglichkeit. „Unsere Hilfe hört nicht vor unserer Tür auf“, bestätigt Michael Frenzel, Kreisbeauftragter der Malteser im Kreis Borken. Nach einer kurzen Abstimmung gibt auch Matthias Höing, stellvertretender Ortsbeauftragter sein OK. „Wir freuen uns sehr, dass wir das Projekt mit einer Übernachtung in unserem Malteser-Haus unterstützen können“, fährt André Frenzel, Pressesprecher der Schöppinger Malteser fort. „Wir sind alle Pfadfinder und hätten auch auf einer Plane im Freien geschlafen. Dass uns die Malteser bei sich aufnehmen ist aber deutlich schöner und wir nehmen es sehr gerne an.", ist sich die Gruppe einig.
Enden wird das Projekt nach Angaben der Gruppe am kommenden Freitag. Für die Weiterreise wünschen die Schöppinger Rettungskräfte alles Gute.

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